Siegesserie vorerst gestoppt – Spitzenreiter Tirschenreuth zu stark für den ASV

von Andreas Koller

Siegesserie vorerst gestoppt – Spitzenreiter Tirschenreuth zu stark für den ASV

Mit fünf Siegen in Folge im Gepäck, reisten die Chamer Basketballer am vergangenen Sonntag zum Tabellenersten nach Tirschenreuth. Die Devise lautete daher, mit dem gestiegenen Selbstvertrauen eventuell sogar für eine Überraschung zu sorgen. Trainerin Anna Anwander stand hierfür der in der vergangenen Woche noch verletzte Center Sebastian Zierl wieder zur Verfügung. Allerdings musste diesmal auf die beiden Flügelspieler Andreas Neuhierl und Simon Zierl verzichtet werden. Doch gegen die aus zahlreichen jungen Studenten bestehende Mannschaft aus Tirschenreuth war an diesem Nachmittag für den ASV nichts zu holen. Im Gegenteil, bei der klaren 59:100 Niederlage fiel die Mannschaft wieder in alte Muster zurück und hatte wie schon so oft in dieser Saison auswärts keine Chance.

Gleich zu Beginn des Spiels bekam die Chamer Mannschaft deutlich zu spüren, warum die Gastgeber noch ungeschlagen auf dem ersten Tabellenplatz stehen und klar in Richtung Bezirksliga marschieren. Mit der aggressiven Verteidigung der Tirschenreuther kamen die Spieler des ASV nicht zurecht und agierten nahezu planlos auf dem Spielfeld. Ballverluste, Fehlpässe und Fehlwürfe auf Chamer Seite nutzten die Gastgeber umgehend aus und überrannten dank ihrer Schnelligkeit den ASV förmlich. Der ASV blieb fast fünf Minuten punktlos und kassierte hinten zahlreiche einfache Punkte durch Schnellangriffe. Auch eine Auszeit durch Coach Anna Anwander brachte zunächst keine Besserung und somit war auch der deutliche 8:28 Rückstand zum Ende des ersten Viertels nicht verwunderlich. In der Viertelpause beschlossen Trainerin Anna Anwander und Aufbauspieler Andreas Koller nun andere Spielzüge in der Offensive zu laufen, um so die Schwachstellen in der Verteidigung der Gäste auszunutzen. Und tatsächlich konnte Centerspieler Sebastian Anwander immer wieder schön freigespielt werden. Cham zwang die Gastgeber dabei sogar dazu, selbst eine Auszeit zu nehmen. Obwohl es beim ASV nun in der Offensive besser lief, so konnte man dennoch die Spieler des ATSV Tirschenreuth in der Defensive nicht vom Punkten abhalten. Mit einer unglaublich guten Trefferquote aus der Distanz ließen sie die Chamer in der Verteidigung das ein ums andere Mal verzweifeln. Mit einem 24:49 Rückstand ging es also in die Halbzeitpause. Auf Chamer Seite hoffte man nun, dass nach dem Seitenwechsel die Trefferquote der Gastgeber nach unten gehen würde. Doch erst im vierten Viertel bekam man die Tirschenreuther in der Defensive besser in den Griff. Was der ASV allerdings das ganze Spiel über nicht kontrollieren konnte, waren die Defensivrebounds. Zahlreiche zweite Wurfchancen wurde dadurch an den Gegner abgegeben und diese wurde dann zum Chamer Leidwesen auch meist genutzt. Offensiv lief es in der zweiten Hälfte wesentlich besser als noch in der ersten. Gabriel Wiedemann übernahm die Position des Aufbaus und Andreas Koller versuchte sich immer wieder geschickt in der Schnittstelle der gegnerischen Abwehr zu positionieren. Von dort aus wurden die Chamer Centerspieler immer wieder schön freigespielt und kamen so häufig zu freien Würfen. Letztlich konnte dadurch allerdings nur noch Ergebniskosmetik betrieben werden. Der ASV verlor, nach zuletzt fünf Erfolgen in Serie, das Spiel dennoch deutlich mit 59:100.

Beste Werfer: Sebastian Anwander (18 Punkte), Gabriel Wiedemann (14 P.), Mike Schäd (9 P.), Gerhard Köstner (7 P.), Sebastian Zierl (6 P.), Andreas Koller (5 P.), Patrick Kamm, Andreas Schmid.

Natürlich ist der Chamer Trainerin klar, dass ihre Spieler direkt nach dem Spiel niedergeschlagen waren. Allerdings heißt es nun, die Köpfe nicht hängen zu lassen. Die zuletzt eingefahrenen Siege sollten Beweis genug sein, dass durchaus mehr Potential in der Mannschaft steckt, als die deutliche Niederlage vermuten lässt. Neben der schwachen Reboundarbeit war am Wochenende vor allem die Quote aus der Distanz deutlich zu schwach. Zum ersten Mal in der laufenden Saison gelang es den Chamern nicht, auch nur einen einzigen Dreipunktewurf zu verwandeln. Daher wird unter der Woche vor allem auch daran gearbeiten werden, dass diese Quote wieder besser wird.
Viel Zeit bleibt jedoch nicht, denn am kommenden Wochenende stehen bereits erneut zwei Spiele an. Zunächst haben die Spieler am Freitagabend um 21:00Uhr die Chance zur Revanche gegen den ATSV Tirschenreuth. Zu so später Stunde wollen die Chamer alles daran setzten das erste Team zu sein, dass gegen den Spitzenreiter gewinnt. Wie die Gäste spielen ist der Mannschaft des ASV nach vergangenem Wochenende bekannt. Schafft man es zudem die Rebounds zu kontrollieren, dann ist mit der Heimstärke durchaus auch eine Überraschung möglich. Am Sonntag steht dann bereits das nächste und auch letzte Heimspiel der Saison an. Der SV Schwarzhofen ist um 18:00Uhr zu Gast in der Chamer  Mehrzweckhalle. Das Hinspiel konnte die Mannschaft vor einigen Wochen bereits mit 80:72 gewinnen. Die Spieler sind fest gewillt, mit einem Sieg den vierten Tabellenplatz zu festigen und den heimischen Fans einen würdigen Saisonabschluss zu bescheren. Die Abteilung wird bei beiden anstehenden Heimspielen für ausreichend Verpflegung sorgen, so dass es den Zuschauern an nichts fehlen sollte.

Zurück