Basketballer verlieren erneut gegen Amberg und verabschieden Martin Baumgartner

von Andreas Koller

Basketballer verlieren erneut gegen Amberg und verabschieden Martin Baumgartner

Am vergangenen Sonntag stand für die Basketballer des ASV Cham das Rückspiel gegen den TV Amberg an. Da das Hinspiel in der Vorwoche auswärts äußerst deutlich mit 112:61 verloren wurde, wollten die Spieler von Trainerin Anna Anwander zu Hause Wiedergutmachung betreiben. Aufgrund der Tatsache, dass die Mannschaft in bislang allen Heimspielen zu mindestens auf Augenhöhe war, hofften die Zuschauer diesmal sogar auf den ersten Saisonsieg. Doch Anwander standen dabei Andreas Neuhierl und ASV Topscorer Gabriel Wiedemann nicht zur Verfügung.

Die Partie begann gut für die Chamer, sowohl Gerhard Köstner, als auch Andreas Koller konnten ihre Schnellangriffe erfolgreich abschließen und wurden dabei sogar noch gefoult. 8:5 für den ASV lautete somit der Zwischenstand nach nur drei Spielminuten. Doch bereits jetzt konnte man erkennen, wo heute das Problem der Chamer liegen sollte. Amberg erkämpfte sich aufgrund der Größenvorteile unter dem Korb immer wieder zweite und sogar dritte Wurfchancen, welche dann erfolgreich genutzt wurden. Nach dem ersten Viertel stand es also 15:15 unentschieden.
Im zweiten Spielabschnitt konnten die Chamer ihrerseits die Center ins Spiel bringen. Sebastian Anwander und Mike Schäd versuchten unter dem Korb gegen Ambergs Centerspieler dagegenzuhalten. Zu diesem Zeitpunkt, war das Spiel für die Zuschauer allerdings nicht schön anzuschauen. Zwar spielten die Mannschaften gute Verteidigung, allerdings war die Offensive beider Teams sehr schwach. Das Spiel wurde härter und Sebastian Anwander kassierte dabei wie bereits im Hinspiel ein unsportliches Foul. Doch trotz aller Fehlwürfe und Ballverluste, konnte der ASV eine 27:24 – Führung in die Halbzeit retten.
In der Pausenansprache lobte Anna Anwander die kämpferische Leistung ihrer Spieler und forderte zudem in der Offensive mehr Entschlossenheit. Doch vor allem wollte man nicht wie in den letzten Spielen den Start in die zweite Hälfte verschlafen.

Zudem wurde in der Halbzeitpause mit Martin Baumgartner eines der Gründungsmitglieder der Basketballabteilung und langjähriger Mitspieler offiziell verabschiedet. Die Mannschaft und Vorstand Gerhard Köstner bedankten sich dabei für zahlreiche tolle gemeinsame Jahre und wünschten viel Erfolg für die Zukunft.

Doch es dauerte nicht lange und all die guten Vorsätze waren umsonst. Mit einem furiosen 20:3 – Lauf starteten die Gäste aus Amberg in die zweite Hälfte. Chams Offensive war jegliche Aggressivität abhanden gekommen und so konnten die Amberger immer wieder Schnellangriffe laufen. Diese einfachen Punkte wusste der ASV nicht zu verhindern und offensiv war die Mannschaft völlig von der Rolle. Mit 30:10 (!) verloren Anwander und Co. dieses so wichtige Viertel und aus einer Drei- Punkte-Führung der Chamer wurde innerhalb von zehn Minuten ein 37:54 Rückstand.
Zu viel für die ohnehin schon am Tabellenende stehende Chamer Mannschaft. Im letzten Viertel versuchte man sich trotzdem noch einmal zurückzukämpfen. Die Intensität in der Verteidigung wurde nochmal erhöht und im Angriff wurde versucht schneller zu spielen. Vor allem Andreas Koller fasste sich nochmal ein Herz und konnte so noch elf Punkte erzielen. Doch das schlechte dritte Viertel konnte nicht mehr aufgeholt werden. Einziger Lichtblick am Ende, waren die letzten beiden Spielzüge des ASV. Ein neues System wurde getestet und Anwander und  Koller konnten den Spielzug jeweils erfolgreich abschließen. Letztlich verloren die Chamer das Spiel zwar nicht so deutlich wie noch in der vergangenen Woche, aber dennoch mit 78:56.

Beste Werfer: Andreas Koller (16 Punkte), Sebastian Anwander (13 P.), Gerhard Köstner (10 P.), Mike Schäd (6 P.), Andreas Schmid (5 P.), Patrick Kamm (4 P.), Sebastian Zierl (2 P.)

In der kommenden Woche gibt es erneut die Chance auf den ersten Saisonsieg. Dafür muss man allerdings auswärts den Konkurrenten aus Regensburg bezwingen. Das dies aufgrund der diesjährigen Auswärtsschwäche der Mannschaft alles andere als leicht wird ist jedoch allen Beteiligten klar. Dennoch stecken die Spieler nicht den Kopf in den Sand, sondern versuchen sich auch weiterhin von Woche zu Woche neu zu motivieren.

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