Basketballer kämpfen trotz Niederlage um den Aufstieg

von Andreas Koller

Basketballer kämpfen trotz Niederlage um den Aufstieg

Ihr Ziel, in die Aufstiegsrunde einzuziehen, hatten die Basketballer des ASV Cham bereits erreicht. Für den Tabellenstand war die Partie demnach irrelevant. Dennoch waren Trainer und Spieler fest gewillt, das letzte Heimspiel vor der Aufstiegsrunde gegen den 1. FC Schwarzenfeld zu gewinnen. Selbstvertrauen sollte gesammelt und die Spielsysteme weiter eintrainiert werden. Dass es keine einfache Partie werden würde, war allen Beteiligten schon im Vorfeld klar, bereits im Hinspiel mussten vor allem Chams Aufbauspieler einiges einstecken. Dennoch gewann die Mannschaft damals mit 86:73 und Gabriel Wiedemann stellte mit 41 Punkten einen persönlichen Rekord auf. Am vergangen Wochenende stand allerdings eben genau dieser Gabriel Wiedemann Coach Daniel Commettant erneut nicht zur Verfügung. Das Comeback des ASV-Forwards nach dessen Knieverletzung ist weiterhin noch nicht in Sicht. In einem hart umkämpften und sehr körperlichen Spiel wurde seine Fähigkeit zu punkten immer wieder vermisst. Am Ende verloren die Gastgeber unglücklich mit 66:72.

Die Chamer erwischten den besseren Start in die Partie, vor allem Aufbauspieler Andreas Koller war treffsicher und konnte so zehn der ersten zwölf Chamer Punkte erzielen. Schnell hatte die Heimmannschaft einen Vorsprung herausgearbeitet und die Gegner aus Schwarzenfeld fanden kein Durchkommen in der Verteidigung des ASV. Zum Ende des ersten Viertels führten die Chamer daher mit 22:11. So gut man ins erste Viertel gestartet war, so schlecht wurde das Zweite begonnen. Schwarzenfeld verwandelte drei schnelle Dreipunktewürfe und glich die Partie innerhalb von nur zwei Minuten wieder aus. Daniel Commettant nahm umgehend eine Auszeit, um den Lauf des Gegners zu unterbinden und die eigenen Spieler wieder wach zu rütteln. Tatsächlich fing sich die Chamer Mannschaft schnell wieder und baute den Vorspruch auf sechs Punkte aus, nur um ihn in den letzten beiden Minuten der ersten Halbzeit wieder aus der Hand zu geben. Somit ging es mit einem 36:37 Rückstand in die Halbzeitpause. Für die zweite Hälfte verlangte der Chamer Coach von seinen Spielern noch mehr Einsatzwillen und Teamgeist. Doch auch im folgenden Viertel erwischten die Gäste den wesentlich besseren Start und bauten den Vorsprung umgehend auf zehn Punkte aus. In der Folge wurde das Spiel immer hitziger und die Schiedsrichter bekamen zunehmend mehr zu tun. Sowohl der Trainer, als auch ein Spieler der Gästemannschaft wurden wegen zu lautstarken Reklamierens mit einem technischen Foul bestraft. Allerdings verpasste es der ASV durch die daraus folgenden Freiwürfe den Rückstand zu verkürzen. Vor Beginn des abschließenden Viertels stand es also 42:50 aus Sicht der Chamer. Das Spiel wurde weiter immer emotionaler und durch zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen konnten sich auch die Zuschauer nicht mehr beruhigen. Schwarzenfeld suchte in dieser Phase vermehrt ihre langen Centerspieler, welche sich unter dem Chamer Korb immer wieder durchsetzen konnten. Patrick Kamm und Andreas Koller konnten in der Folge mit zwei bzw. drei erfolgreichen Dreipunktewürfen zwar den Vorsprung immer wieder verkürzen, allerdings schaffte es die Mannschaft nicht mehr, an den Gästen vorbeizuziehen. Kurz vor Schluss wurde zudem auch der Chamer Coach mit einem technischen Foul bestraft und Gerhard Köstner musste mit seinem fünften persönlichen Foul vom Feld. Schwarzenfeld sicherte sich den 72:66 Sieg am Ende an der Freiwurflinie.

Beste Werfer: Andreas Koller (23 Punkte, 5 Dreier), Patrick Kamm (13 P., 2 Dreier), Gerhard Köstner (10 P.), Mark Schäd (8 P.), Samuel Wiedemann (5 P.), Sebastian Zierl (3 P.), Dominik Major und Vladimir Golik (je 2 P.), Simon Zierl, Damien Dimpfl, Dominik Ramsauer und Hörtreiter Jonas.

Die Freiwurfschwäche war an diesem Tag mit einer der Hauptgründe, warum der ASV die Partie letztlich verloren hat. Die Mannschaft agierte zudem im zweiten und vor allem im dritten Viertel, in dem man lediglich sechs Punkte erzielen konnte, viel zu passiv. Trotz der Niederlage stehen die Chamer Basketballer in der angestrebten Aufstiegsrunde zur Bezirksoberliga. Die Gegner dort sind Sulzbach-Rosenberg und die Regensburg Baskets II. Keine leichten Gegner, allerdings auch keine unbezwingbaren. In den kommenden vier Wochen hat die Mannschaft nun Zeit, weiter an sich zu arbeiten, die Freiwurfquote wieder zu verbessern und sich auf die kommenden beiden Gegner einzustellen. Ende Februar steht für den ASV dann das erste Spiel der Aufstiegsrunde in Regensburg an.

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